die Bienenzucht für das ökologische Gleichgewicht und die Nahrungsmittelproduktion auf der ganzen Welt hat. Kreisvorsitzender Franz Rothkopf ermunterte die Imker, „für ein gutes Produkt auch gutes Geld zu verlangen“, ein Glas Bienenhonig dürfe „mindestens sieben Euro kosten“.
In seinem Jahresbericht stellte Rothkopf fest, dass der „große Boom auf die Imkerei“, wie er noch vor wenigen Jahren geherrscht habe, vorbei sei. Zuletzt sei zwar die Zahl der Bienenvölker gestiegen, aber die Mitgliederzahlen in den Vereinen stagnierten. Umso erfreulicher sei, dass die im „Haus der Bienen“ angebotenen Kursen sehr gut besucht sind, sagte Rothkopf und dankte in diesem Zusammenhang dem Landkreis für die finanzielle Unterstützung.
Viele Bienenzüchtern hätten in den Wintermonaten relativ hohe Verluste gemeldet, so Rothkopf, was möglicherweise auf eine zu späte Behandlung mit Ameisensäure zurückzuführen sei. Noch keine besondere Gefahr für die Bienenvölker sieht er dagegen in der aus Asien kommenden neuen Hornissenart „Vespa velutina“, die bisher vor allem in Franken beobachtet wurde. Wichtig sei, dass ihr Auftreten umgehend gemeldet werde, ebenso Schadensfälle, häufig verursacht vom Marder, die auch mit Fotos dokumentiert werden sollen.
Und zur Honigernte merkte der Imker-Vorsitzende an, dass „wir eigentlich im Paradies leben“, denn im Gegensatz zum Gäuboden mit seinen Rapsfeldern könne im Bayerwald bester Waldhonig geerntet werden. Rothkopf konnte von einem Rekordjahr der Belegstelle bei der Rachel-Diensthütte berichten. Dort wurden im vergangenen Jahr 3252 Bienenköniginnen angeliefert, von denen 2779 (85 Prozent) begattet werden konnten. Besonders erfreulich sei, dass unter den 53 Züchtern nicht weniger als 15 neue waren. Heuer ist die Belegstelle vom 17. Mai bis 10. August jeden Mittwoch und Samstag von 18 bis 20 Uhr geöffnet.
Landrat Raith hob die wichtige Aufgabe der Bienenzüchter für den Fortbestand unseres Ökosystems und die Nahrungsmittelproduktion hervor und versicherte, dass der bisher gewährte Finanzzuschuss beibehalten werde. Anton Schiller dankte dem Imker-Kreisverband besonders für die Unterstützung bei der Anlegung des Bienen- und Naturlehrpfads in Kirchberg. Abgerundet wurde die Kreisversammlung mit zwei Fachreferaten. Veterinär Dr. Stefan Wechsler erinnerte daran, dass die Bienenhaltung meldepflichtig ist, aber offenbar viele Imker noch nicht erfasst seien. Auch bei der Honigherstellung müsse großer Wert auf die Lebensmittelhygiene gelegt werden und in punkto Faulbrut sei der Landkreis weiterhin seuchenfrei.
Pflanzenbauberater Christoph Probst zeigte auf, welche Möglichkeiten es zur ökologischen Aufwertung der Kulturlandschaft gibt. Gerade die Imker könnten bei der Ausweisung von Modellgebieten unterstützt werden und so zur Artenvielfalt beitragen.





